Montag, 29. Mai 2017
 
   
 

 

 

Es gibt Fragen, die professioneller Antworten bedürfen.

 

H.O.M.E. hilft mit gutem

Rat für ein leichteres

Leben zu Hause. Egal, ob es sich um Haushalts-, Beauty- oder

Kochprobleme dreht

 

 

Text

Robert Haidinger 

 

Redaktion
Florentine Knotzer 

 

 

Illustrationen

Birgit Hertel

 

Wie funktionieren Farbtableaus?

 

 

Professionelles Farb-Management für zu Hause? Kein Grund, blass zu werden. Tauchen Sie stattdessen mit System in den Farbenrausch ein. Schritt 1: Ordnen Sie die im Raum vorhandenen Farben mithilfe von Farbtableaus als Farbkacheln nebeneinander an. So erkennt man auf Anhieb, wie (dis-)harmonisch die aktuelle Situation ist und ob es „Ausreißer“ gibt, die nicht zu den übrigen Farbtönen passen. Um Mono­chromie geht es aber keineswegs. Denn vielleicht fehlt ja bloß ein Farbton, der Wärme vermittelt – auch das veranschaulichen Farbtableaus. Ein wenig Übung braucht diese Analyse-Technik dennoch. Ein Farbtableau setzt sich aus drei bis sechs Farbtönen zusammen. Aber Vorsicht: Zunächst stechen die dominanten Farben ins Auge. Wichtig ist dabei, nicht bloß Accessoires und Möbel, sondern die Gesamtheit zu erfassen. Achten Sie auch auf Boden, Decken und Wände! Ideal ist es, wenn drei der entdeckten Töne ein und derselben Farbfamilie entstammen. Denn dann gibt es eine klare Hauptfarbgruppe, die als Basis dient und nun mit zwei anderen Farbtönen (den Nebenfarbgruppen) kombiniert werden kann. Wer will, kann diesen Farbmix mit einer kontrastierenden Akzentfarbe auflockern. Wie viele Farbtöne Sie verwenden, ob Kontraste gesetzt werden sollen, bleibt Geschmackssache. Aber nicht nur. Denn auch hier gibt es den Kanon des ästhetischen Regelwerks. Eine Einrichtung im lebhaften Seventies-Style oder ein Ensemble aus kombinierten Stilrichtungen vertragen mehr lärmende Buntheit als etwa streng modernistische Klassik.



ZU BUNT GEWORDEN?
Farbtableaus helfen, auf Anhieb zu ­erkennen, wie harmonisch die aktuelle Wohnsituation ist




BODENSTÄNDIG
Das altmodische Kehren kommt zu neuen Ehren – weil dadurch Wasser gespart wird

Wie putzt man grün?


 

Zunächst mal nach der Devise: ­Weniger ist mehr. Das betrifft nicht nur Meister Proper und ähnliche Chemie-Kraftprotze, sondern auch Basics wie Wasser und Energieaufwand. Ein reduzierter Wasserverbrauch schlägt in diese Kerbe, ebenso das altmodische Kehren blanker Fußböden. Generell sind empfohlene Dosiermengen mit Vorsicht zu genießen – weil chronisch zu hoch. Zur Shoppingliste: Wählen Sie nach Möglichkeit biologisch abbaubare Produkte. Eine ökologische Lösung wäre eine Mischung aus Wasser und Zitronensaft oder Essig. Leeren Sie den Reinigungsmittel-Behälter immer vollständig, bevor Sie ihn entsorgen, und gießen Sie die Chemikalien keinesfalls in den Abfluss. Benutzen Sie wiederverwendbare Mikrofaser-Tücher. Diese nehmen nicht nur den Schmutz besser auf als herkömmliche Tücher, sondern Sie benötigen auch nur wenig oder gar kein Reinigungsmittel. Reinigungsutensilien hoher Qualität halten länger – auch das ein Öko-Beitrag. Einige zusätzliche Details: Spülmaschinenreiniger belasten – im Gegensatz zu Handspülmitteln – die Umwelt, da sie große Mengen Phosphate enthalten. Waschen Sie sperriges Geschirr mit der Hand ab, und wählen Sie das energiesparende 50-Grad-Programm. WC-Reiniger: Nur mit Muskelkraft kriegt man das Klo nicht sauber. Besser als Reiniger mit Essig oder Salzsäure sind solche mit Zitronensäure – sie belasten die Raumluft nicht. Mit reiner Zitronensäure lassen sich Wasserkocher und Kaffeemaschinen gut entkalken. Und Glasreiniger sind im Prinzip überflüssig. Ein Spritzer Spülmittel, Essig oder Spiritus im Wasser tut es auch.