Dienstag, 23. Mai 2017
 
   
 

 

 

Es gibt Fragen, die professioneller Antworten bedürfen.

 

H.O.M.E. hilft mit gutem

Rat für ein leichteres

Leben zu Hause. Egal, ob es sich um Haushalts-, Beauty- oder

Kochprobleme dreht

 

 

Text

Robert Haidinger 

 

Redaktion
Florentine Knotzer 

 

 

Illustrationen

Birgit Hertel

 

Wie schaffe ich mir einen meditativen Raum?

 

 

Es ist wohl kein Zufall, dass die Kunst der Meditation ausgerechnet im überbevölkerten Asien entwickelt wurde. Trotzdem muss man weder Yogi noch Zen-Schüler sein, um sich einen Ort der Stille zu wünschen. Und so gelingt das kleine Privat-Nirwana: Wählen Sie einen Raum, der keine Durchgangszone zwischen häufig genutzten Wohnbereichen darstellt. Achten Sie auf weitere Störquellen: Welches Geräusch wird erst in der Stille hörbar? Tickt ein Stromzähler in der Nähe, rauscht statt dem Ganges der WC-Kanal? Welche Lichter dringen herein? Ist der Raum überheizt oder unterkühlt? Und: Könnten Gerüche das Versenken stören und schon gar die tiefen Pranayama-Atemzüge? Ein etwaiges Gästezimmer mag sich als ideal herausstellen, auch das Schlafzimmer ist ein heißer Tipp. Steht der Rahmen fest, kann man sich an die Ausstattung machen. Oder besser: ans Abspecken. Denn der Spaziergang im Nichts braucht kaum etwas – außer Leere und Ruhe. Nach dem Motto: „Less is more, Zen is lesser“ sollte es mit ein paar Kissen und Decken getan sein. Übrigens: Die Vorstufe zur Meditation ist die Konzentration – und so hilft mitunter auch ein schöner Stein oder ein ruhiges Bild, die schnatternden Gedanken zum Schweigen zu bringen. Und sonst? Eine kleine Ablagefläche für Kerzen und Räucherstäbchen kann hilfreich sein, vielleicht Geräte für die passende Trance-Musik. Sollten Sie auch damit nicht abschalten können, so können Sie später zumindest den Eso-Sound abschalten.



Weniger ist Zen
Für den Spaziergang im Nichts braucht es einen möglichst leeren Raum




Kalt-warm
Kirschkernkissen können zum Wärmen oder Kühlen verwendet werden

Warum Kirschkernkissen?


 

Weil man sie zwar nicht essen kann, sie zum Wegwerfen aber trotzdem zu schade sind. Denn: Kirschkernkissen werden nicht nur als spartanisches Schlafzubehör eingesetzt, sie geben uns auf wohltuende Art und Weise auch kalt-warm. Immerhin können sie – im Stile einer Wärmflasche – zur Wärmebehandlung angewendet werden und taugen überdies als Kältekompresse. Fragt sich bloß: Wie genau geht das?


■  Kirschen-Wärmflasche
Zur Wärmeanwendung wird das Kirschkernkissen im Backofen bei maximal 150 Grad etwa zehn bis 15 ­Minuten ­aufgeheizt. Bei Erwärmung im ­Backofen das Kissen unbedingt vorher in Alufolie einwickeln, damit der Stoff nicht braun wird – oder gar entflammt! Auch die Mikrowelle kann man zu diesem Zweck heranziehen, indem man das ­Kirschkernkissen bei 600 Watt für maximal eine Minute erwärmt. Aber Achtung: Bei dieser Technik muss das Kissen zwischen den Anwendungen jeweils vollständig auskühlen, bevor es neuer­lich in der Mikrowelle landet. ­Diese Vorsichtsmaßnahme hat einen guten Grund: Bei zu häufigen Anwendungen respektive zu kurzer Zeitabfolge kann es dazu kommen, dass die Kirschkerne anfangen zu ­glühen – Brandgefahr! Der Mikrowellenteller, auf dem das Kirschkernkissen erwärmt wird, muss überdies vollständig trocken und sauber sein, um Verbrennungen des Stoffs zu vermeiden. Etwaige ­Gebrauchsanweisung des Kirschkernkissen-Herstellers genau beachten! Vielleicht reicht aber auch ein niedrigerer Erwärmungsgrad, um die gewünschte Kirschenkern­wärme ­abzustauben. Dann genügt es möglicherweise bereits, das Kissen auf die Heizung oder einen Kachelofen zu legen.

■  Kirschen-Kältekompresse
Bei der Verwendung als Kältekompresse kann nicht viel schiefgehen: Zum Schutz vor Feuchtigkeit wird das Kirschenkernkissen sorgfältig in eine Plastiktüte verpackt und anschließend im Gefrier- oder Kühlschrank auf Subzero-Laune gebracht.