Montag, 24. April 2017
 
   
 

 

 

Es gibt Fragen, die professioneller Antworten bedürfen.

 

H.O.M.E. hilft mit gutem

Rat für ein leichteres

Leben zu Hause. Egal, ob es sich um Haushalts-, Beauty- oder

Kochprobleme dreht

 

 

Text

Robert Haidinger 

 

Redaktion
Stella Hempel, Viktoria Fahrnleitner, Silvia Steidinger

 

 

Illustrationen

Birgit Hertel

 

Welches Make-up für gebräunte Haut?

 

 

Fotografen wissen: Das Auge ist träge. Schwere Lider & Co. sind damit freilich nicht gemeint, sondern der Gewohnheitseffekt, der sich allzu schnell einstellt. Beim vertrauten Make-up ist es ganz ähnlich: Mit schlafwandlerischer Sicherheit werden die gewohnte Foundation, Puder, Lidschatten und Rouge aufgetragen – egal, ob man in Winterbleiche vor den Schminkspiegel tritt oder frisch vom Sommer bronziert. Ziemlich absurd, wie man auf den zweiten Blick meinen möchte. Will man doch jetzt, beim Hochsommer-Schminkjob, eine ganz andere Wirkung erzielen: Schließlich soll die frische Ausstrahlung des ers­ten goldbraunen Teints unterstrichen, die natürliche Leuchtkraft der leicht sonnengebräunten Haut hervorgehoben werden.

■    Das verrät bereits die Farbwahl der Foundation und des Puders – die manche vielleicht überrascht. Denn gerade gelbliche oder zu dunkle Farben wirken da meist zu schwer. Wählen Sie stattdessen eine Beige-Nuance mit reflektierenden Leuchtpartikeln in warmen Pfirsichtönen, die das Gesicht dezent aufhellen. Alternativ können auch goldfarbene Ockertöne der Haut zu gesundem Strahlen verhelfen.

■    Trick zwei: Ein besonders lebendiger Teint entsteht durch winzige Goldglimmer, die auf der dunklen Haut sanft glitzern. Aber auch Beige und Elfenbein sorgen für eine sonnige Leuchtkraft. Seidig-zarte Nuancen in Rosa und Rosenholz eignen sich wiederum für ein romantisches Finish, während schimmerndes Rosa das Licht reflektiert und den harmonischen Teint extravagant abrundet.

■    Richtig auftragen – auch darauf kommt es an: Für einen besonders glamourösen Teint wird das Glitzerpuder am besten mit einem großen Pinsel auf dem gesamten Gesicht verteilt. Ergebnis: ein edel irisierender Teint und ein strahlendes Make-up!

■    Der richtige Lidschatten: Jetzt, nach der Tristesse des Winters, kann man sich durchaus an helle, leuchtende und sonnige Farben heranwagen. Denn gebräunte Haut bietet eine solide Basis. Eines sollte man bei allem Mut zur Farbe trotzdem nicht übersehen: Türkis, Orange, Lindgrün – zu ihrem Typ passen sollte das schon.



Kann man Kratzer von der CD entfernen?

 

Man kann. Aber so einfach, wie manche selbst ernannte CD-Doktoren meinen, geht es nicht. Mit Zahnpasta bepinseln? Schlechte Idee. Andere Hersteller bieten wirksamere Pasten an: Disc-Kratzentferner, die man über das Internet oder in Elektrofachmärkten beziehen kann. Wichtig ist aber auch das Wie: Etwas Paste auf die CD/DVD geben, die verkratzten Stellen zwei, drei Minuten unter starkem Druck mit einem weichen, sauberen Baumwolltuch polieren. Der Kunststoff Ihres Silberlings wird dadurch leicht gelöst und mittels feinster Schleifpartikel verschliffen. Bei tiefen Kratzern dieses Prozedere wiederholen, Rückstände entfernt man mit einem weichen Tuch. Dass tiefere Kratzer weiterhin sichtbar bleiben, spielt übrigens keine Rolle. Ein Tipp: Polieren Sie von der Mitte der CD/DVD nach außen. Und: NICHT die bedruckte Vorderseite der CD/DVD behandeln. 


Alternativen zum Coffee-to-go-Becher-Müll?

 

Bis vor Kurzem kannte man den Pappbecher eher vom US-Krimi. Heute lässt der Wegwerf-Cappuccino auch Euro-Müllberge wachsen. Oder auch nicht: Denn längst bieten Kunststoffversionen vom klassischen Pappbecher ökologische Alternativen – und schützen weit zuverlässiger vor verbrannten Fingern als Papierbecher. Da wäre der Hersteller Keep Cup, dessen Modelle in vier verschiedenen Größen angeboten werden. Sie passen unter alle gängigen Espressomaschinen, sind langlebig, spülmaschinentauglich und bruchfest. Dass der Hersteller auf Weichmacher verzichtet, versteht sich von selbst. Auch der deutsche Kunststoffspezialist Koziol hat die Marktnische des ambulanten Koffein-Kicks längst erkannt und bietet mit „Aroma to go“ eine unzerbrechliche Version der Erfolgskollektion „Aroma“ an. Dank flexiblem Verschlussring sitzt der Deckel wie angegossen. Und weil es ja nicht Coffee-to-burn heißt, bietet auch hier hochwertiges, isolierendes Kunststoffmaterial perfekten Hitzeschutz.



Grüner Tee als Gesichtstoner?

 

Es muss ja nicht unbedingt edler Lung Ching alias „Drachenbrunnen“ sein. Denn praktisch jeder Grüntee bietet mehr als bloß einen hohen Gerbstoffgehalt. Da wäre, neben anderen Bioaktivstoffen, der hohe Flavonoid-Gehalt: Er sorgt für Zellschutz, beugt Gefäßveränderungen vor, beeinflusst den Stoffwechsel positiv und wirkt blutdrucksenkend. Kein Wunder, dass er sich auch als Make-up eignet. Die in den Blättern enthaltenen Gerbstoffe (T-Tannine) verengen die Poren. Die Antioxidantien im Grüntee „arretieren“ überdies jene freien Radikale, welche die Haut schneller altern lassen. Trinken allein ist freilich zu wenig – wenngleich man Gesichts(tee)wasser und das Getränk auf gleiche Art und Weise zubereitet. Die Teeblätter werden mit 70 bis 80° C heißem Wasser übergossen, also mit jener Temperatur, die das Wasser eine Minute nach dem Aufkochen hat. Wichtig: Während der Tee zwei Minuten zieht, sollte das Gefäß offen bleiben, da der Tee sonst „verbrennt“. Die Teeblätter können für einen zweiten verwendet werden.
Zum Gesichts-Toning selbst: Den – natürlich ungezuckerten – Grüntee mit Wattepads auftragen oder aber mit den Fingerkuppen sanft in die Gesichtshaut einklopfen.


Wirken Gartenkräuter gegen Mundgeruch?

 

 

100 Jahre Werbung, und kein bisschen Frische. Denn irgendwie hat es das Anti-Mundgeruch-Kartell nicht geschafft: ­Zahnkaugummis, Mundspray und Menthol-Zigaretten törnen bis heute eher ab. Was also jetzt? Nie wieder küssen? Nicht auszudenken! Aber vielleicht schmusen Sie zwischenzeitlich mit dem Kräuterbeet.
Birgt das doch viele Wundermittel gegen schlechten Atem:

■    Zahnpasta-Brise: Salbei, Myrrhe, Blutwurz, Echinacea und Parakresse. Sie gibt es in der Zahncreme-Tube – aber nicht in jedem Drogerieregal. Im Zweifelsfall stöbert man in der Apotheke.
■    Hardliner-Hauch: Kauen Sie ein paar Esslöffel rohe, klein gehackte Petersilie oder frische Salbei- bzw. Pfefferminzblätter. Ähnliches gilt für das Kauen von Thymian, Majoran, Fenchel,
Wacholderbeeren, Petersilie, Ingwer, Anis oder Dill.
■    Mundgeruch-Gurgeln: Verwenden Sie dazu abgekochtes Zinnkraut, dem man einen
Teelöffel Zitronensaft zusetzt.
■    Gelber, grüner Atem: Trinken sie heißen Zitronensaft!
Ein weiteres Hilfsmittel ist Chlorophyll. Es verringert die Aktivität eiweißspaltender Enzyme und neutralisiert dadurch strenge Gerüche. Kaugummis und Pastillen mit Pfefferminze überdecken nur kurzzeitig den schlechten Atem, fördern jedoch die Speichelbildung. 


Wie wird selbst gemachter Milchschaum fest?

 

 

Zunächst mal mit dem Stehvermögen von Fett. Denn der Fettgehalt der Milch bestimmt die Cremigkeit des Milchschaums entscheidend mit, während fettreduzierte Milch viel zu große Blasen bildet und entsprechend schnell in sich zusammenfällt.  
+ Oder aber mit Sahne: Sie erzielt besonders cremigen, haltbaren Milchschaum, perfekt für Cappuccino. Aber Vorsicht: Die Sahne-Milch-Mischung darf nicht erwärmt werden. Hand- oder batteriebetriebene Quirl, die man in einem hohen schmalen Gefäß schlägt, sind die bessere Wahl.
+ Die Barista-Technik: Kaffeeautomaten mit Dampfdüse erweitern die Möglichkeiten. Hier kann man kalte, aber auch fettreduzierte Milch verwenden. Der Fettgehalt sollte aber auf keinen Fall unter 1,5 % liegen.
+ Geschlagen und nicht gerührt: Für das Aufschäumen der Milch gilt: Nicht rühren, sondern schlagen. Dazu den Schneebesen schnell und kräftig hin und her führen, als ob Sie etwas vom Topfboden abkratzen wollten. Je länger man den Schaum bearbeitet, desto feiner und fester wird er.


Wie entfernt man gelbe Schweißflecken aus der Sommerkleidung?

 

 

Gegenfrage: Wie kommen sie überhaupt dort rein? Ganz einfach: Durch Aluminiumsalze, eine Zutat von Deos gegen das Schwitzen, aber auch durch Sonnenschutzmittel. Das Salz kann mühelos in den Stoff des Kleidungsstückes einziehen. Wird dieses nass, durch noch mehr Schweiß oder beim Waschen, löst es sich wieder – indem es chemisch mit dem Wasser reagiert. Dabei entsteht Salzsäure, die das Hemd verfärbt. Weißer Stoff wird gelblich, bunte Oberteile oft gebleicht.
Sauer aus der Wäsche zu schauen ist da zu wenig. Mehr bringt Zitronensäure. Sie hilft, wenn die gängigen Alternativen Waschsoda oder verdünnte Essiglösung nichts ausrichten: 2 EL in einem Glas kaltem Wasser auflösen, eintauchen und 30 bis 60 Minuten weichen lassen. Danach mit Oxi in der Waschmaschine waschen. Gelbliche Verfärbungen in weißen Kleidungsstücken gehen aber auch mit üblichem Chlor-Haushaltsreiniger raus. Einfach in der Waschmaschine beigeben, wo es bereits bei 40 Grad wirkt. Aber Vorsicht: Chlorbleiche nie bei empfindlichen Textilien wie Wolle oder Seide anwenden! Und auch bei Kunstfasern gilt: Ganz niedrig dosieren!