Montag, 24. April 2017
 
   
 



Komplette Story: 

H.O.M.E. März 2010

 

 

Gleißendes Licht zwängt sich durch die halb geöffnete Jalousie. Streng grafisch verlaufen die horizontalen Metallstreifchen der Fensterblende: eine zittrige Stratosphäre aus dunkelgrauen Blechbalken und vibrierender Helligkeit. Kontrastreiches Licht- und Schattenspiel – es zählt zu den Klassikern dramatischer Lichtführung.

 

„Low Key“ nannten es die Regisseure des Film Noir, die diesen Stil auf die Spitze trieben. Mit schweren, düsteren Lidschatten allein funktionierte das freilich nicht. Aber mithilfe von Kompositionen, bei denen große Teile des Bildes dunkel bleiben und Schatten eine entscheidende Rolle spielen. Das lässt die Farben in den Hintergrund treten, lenkt das Auge souverän in die gewünschte Richtung.

 

Ohne solche Tricks wäre Humphrey Bogart nur halb so hart, Marlene Dietrichs Wimpernschlag einen Hauch weniger geheimnisvoll ausgefallen. Lernen vom Film-Set. Abpausen vom Theater-Spot. Bühnenreifer Auftritt im Halogenkegel. Ein spannender Ansatz verbindet sich damit. Schon gar, wenn es darum geht, die eigenen vier Wände in ein besonderes Licht zu rücken.

 

 

 

Wohnen im Rampenlicht:

 

 

H.O.M.E. verrät die trickreichen Licht-

effekte der Theater- und Filmprofis – und zeigt, was Sie für einen bühnenreifen Auftritt in den eigenen vier Wänden brauchen.

 

 

 
Text

ROBERT HAIDINGER 

 

Fotos

GUNDA DITTRICH, BEIGESTELLT

 

Produktion:

FLORENTINE KNOTZER, ASSISTENZ JAKOB STAPF