Samstag, 24. Juni 2017
 
   
 



Hat ein Rezept gegen die Krise: Mit dem Geld, das Menschen monatlich für Burger & Co ausgeben, kann man, so Jamie Oliver, eine vierköpfige Sippe ernähren – wenn man kochen kann.


Sie reisen also in die USA , ins Mutterland von Burger, Pommes und großen Portionen, und schreiben ein Kochbuch. Leiden Sie an Geschmacksverwirrung?

 

Überhaupt nicht. Ich versuche seit zehn Jahren, das britische Essen gegen seinen schlechten Ruf zu verteidigen. Deswegen haben die Amerikaner mein Mitgefühl, wenn ihre Küche von aller Welt verurteilt wird. Ich habe im Buch ja die Burgerbuden ausgelassen. Mich haben die Wurzeln interessiert – das Soul-Food in Louisiana, die Cowboys am Lagerfeuer, die Navajo- Indianer in der Wüste Arizonas, die Peruaner in ihren illegalen Privatrestaurants, die Bauern am Land, die kleine Struktur einer Dorfgemeinschaft. Alles dreht sich um alte Rezepturen und Zutaten, um die kulinarischen Spuren der Immigranten und wie sich ihre verschiedenen Küchen vermischt haben.

 

 

 

Sein Essen macht englische Kids zu besseren Schülern – und holt amerikanische Familien aus der Fast-Food-Falle.

 

H.O.M.E. sprach mit dem Kultkoch und dreifachen Vater Jamie Oliver über elterliche Ernährungsverantwor-

tung, Küchengeheimnisse gegen die Krise und das Comeback des gemeinsamen Abendessens.

 

 

Text

Robert Kropf

 

 

Fotos

David Loftus 2009/Dorling Kindersley

 

 

 

Komplettes Interview: H.O.M.E. Mai 2010