Freitag, 24. November 2017
 
   
 

 

 

Es gibt Fragen, die professioneller Antworten bedürfen.

 

H.O.M.E. hilft mit gutem Rat für ein leichteres Leben zu Hause. Egal, ob es sich um Haushalts-, Beauty- oder Kochprobleme dreht

 

 

Text

Robert Haidinger 

 

Redaktion
Florentine Knotzer 

 

 

Illustrationen

Birgit Hertel

 

Was tun, wenn ich eine Rose zu kurz geschnitten habe?

 

 

Alle anderen Rosen gleich kurz schneiden? Nur, wenn Sie dem Slapstick-Strickmuster der Marke „Tischbeine kürzen“ einen Blumenstrauß drehen wollen! Dr. Help hat da schon Besseres auf Lager: die Strohhalm-Prothese. Entfernen Sie die unteren Blätter und ­stecken Sie das Ende des gekürzten Stiels in einen Strohhalm. Kürzen Sie den so, dass alle Rosen wieder die gleiche Länge haben. Bei glasklaren Vasen gibt es einen Extratipp: In diesem Fall sollte man durchsichtige, farblose Halme verwenden. Sollte das Wasser nicht bis zum Stielansatz reichen, dann taugt die Rosenstiel-Prothese auch noch als Schnorchel: Denn im Strohhalm entsteht eine Sogwirkung – so wird die Rose mit Wasser versorgt. Prädikat: Vom Rosenkavalier empfohlen.



RETTENDER STROHHALM
Zu stark gestutzte Rosen werden mit seiner Hilfe wieder auf die richtige Länge gebracht




FILMREIFER ESPRESSO
Das frei gewordene Videoregal eignet sich gut als Kaffeebar

Überflüssige Regalfächer – was tun?

 

Kennen wir alle: Nach den LPs und Videotheken kamen die CDs, DVDs und schließlich immer kleinere Festplatten plus iPod – mit der digitalen Archivierung wurde so zunehmend Stellfläche frei. Lautlos zum Nippes-Friedhof verstauben müssen frei gewordene Regale deswegen aber nicht. Wichtig: ein Neubeginn! Den verwaisten Flächen eine neue Funktion zuzuweisen erzeugt Abgrenzung, schafft Klarheit und verhindert, dass frei geräumte Ecken binnen Kurzem wieder „zuwachsen“. Besonders gute Chancen, dass genau das nicht geschieht, räumt das Comeback als Ritual-Nische ein. Das freie Regal als Kaffeebar nutzen – kein schlechtes Beispiel dafür. Endlich einen eigenen Flecken, um die Lieblings-Espressotasse, die Vintage-Pavoni und Jamaicas „Blue Mountain“ aufs Regalpodest zu hieven! Sogar Zucker kann hübsch aussehen! Handelt es sich um ein Regal mit Rollen, lässt es sich sogar als mobile Kaffeebar nutzen.



Arm verbrüht – was nun?

 

Auch wenn es Oma gut meint – scheinbar bewährte Hausmittel können durchaus grober Unfug sein. Butter oder Mehl auf die Brandwunde fällt definitiv in diese Kategorie. Bloß nicht, sagen Ärzte heute. Beides behindert die Wundheilung, hässliche Narben können entstehen. Die Ursache: Fette auf der Wunde können zu Hitzestau führen. Außerdem können gefährliche Keime in die Wunde hineingelangen. Mehl verklebt die Wunde – der Arzt muss die Schicht mühsam entfernen, um die Verbrennung versorgen zu können. Besser ist die Löschtherapie: Lauwarmes Wasser über die betroffene Stelle laufen lassen, abtrocknen und locker verbinden. Bei größeren Verbrennun­gen sofort zum Arzt!




AUSGELESEN
Bücher wirft man nicht weg – ­sondern spendet sie gemeinnützigen ­Stellen

Wie stoppt man die Bücherflut?



 

Echte Bücherwürmer können vielleicht fade Schreibe verdauen. Aber eines nicht: Büchervernichtung. Ist irgendwie ein Sakrileg. Nur wirklich üble Machwerke haben den Weg in die Mülltonne verdient. Selbst Lange­weiler-Literatur verdient Gnade – und sollte vor dem Papierkorb geschont werden. Also: ­Lieber gemeinnützigen Stellen wie dem Roten Kreuz spenden! Im Second-hand-Book-Shop abliefern (im Idealfall zum ­Tauschen)! Und seltene oder teure Werke gewinnbringend über Amazon oder eBay verhökern!





HEISSER TIPP
Kaminfenster lassen sich mit Papier und ­Glasreiniger gut vomSchmutz befreien

Putzhorror Kaminfenster – wie kriegt man die sauber?

 

Beim Romantik-Türchen am Kaminofen sollte man besser nichts anbrennen ­lassen. Muss man freilich auch nicht. Einige Blätter Küchenrolle oder Zeitungspapier, herkömmlicher Scheibenreiniger, ein wenig Zeit – das ist auch schon alles, was man braucht. Und so geht’s: Papier mit Glasreiniger gut befeuchten, Kamin­ofenscheibe von grobem Schmutz reinigen, diese Prozedur wenn nötig ­wiederholen. Bei hartnäckigeren Verschmutzungen auf der Kaminofenscheibe hilft der Aschetrick: Das feuchte Papier einfach in die ­Kaminasche tunken, dann ein wenig abschütteln, sodass nur ein dünner Aschefilm haften bleibt – der sich dann aber als perfektes Scheuermittel erweist. Man sollte jedoch darauf achten, das sich auch wirklich nur feine Asche auf dem ­Papiertuch befindet und keine gröberen Rückstände oder gar versteckte Metallteile oder Steinchen, welche die ­Ofenscheibe ­verkratzen können. Und noch ein Tipp am ­Rande: Je regelmäßiger man sein Kaminfenster reinigt, desto geringer ist der jeweilige Aufwand.